06.02. Wandsbeker SinfonieOrchester – Eröffnungskonzert
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Wandsbeker SinfonieOrchester
„Frühlingsahnung“
Dirigent: Martin Lentz
Solist-Cello: Jan Hendrik Rübel
(Artist in Residence des Musikfest Wandsbek)
Veranstaltungstag: Montag, 6. Februar
Beginn: 19:00 Uhr
Eintritt: 15,- €
Spielstätte: Rudolf-Steiner-Schule, Farmsen
Rahlstedter Weg 60, 22159 Hamburg [Karte/HVV]
Programm:
- Anton Bruckner: Ouverture g-moll op.posthum
- Aulis Sallinen: Chamber Music III – The Nocturnal Dances of Don Juanquixote für Solocello und Streichorchester (1985)
- Carl Nielsen: Eine Phantasiereise zu den Faröern (1927)
- Benjamin Scheuer: Erzählung – Kompositionsauftrag für Solocello und Orchester (2011 – UA)
- Jean Sibelius: Vårsang – Frühlingslied (1894)
- Johann Strauß: Walzer op.410 Frühlingsstimmen
- Mieczyslaw Weinberg: Rhapsodie über Moldawische Themen (1949)
Das Wandsbeker SinfonieOrchester (WSO) wurde vor fast 30 (1982) Jahren von der Hamburger Volkshochschule, der Jugendmusikschule und der Hochschule für Musik gegründet. Ziel war es, Studenten die Möglichkeiten zu Dirigaten im Rahmen ihres Studiums zu geben. Lehrern der Jugendmusikschule sollte eine Fortbildungsmöglichkeit mit praktischem Bezug und fortgeschrittenen Laien die Möglichkeit zum Orchesterspiel geboten werden.
Inzwischen blickt es auf eine große Zahl von Aufführungen zurück. Darunter diverse Erstaufführungen und sogar eine ganze Reihe an Uraufführungen. Längst hat das Orchester die Landesgrenzen für Konzerte verlassen und hat bereits erfolgreich in Oslo und London konzertiert. Das WSO wird getragen von der Hamburger Volkshochschule und übernimmt hier auch repräsentative Funktionen.
Es wird gefördert vom Volkshochschulverein Hamburg-Ost e.V. und ist Mitglied im Bundesverband deutscher Liebhaberorchester. 2007 wurde ihm von der Bezirksversammlung Wandsbek der Kulturpreis verliehen.
Das Wandsbeker SinfonieOrchester vergibt jedes Jahr eine Auftragskomposition. Für dieses Konzert hat den Auftrag der aus dem Bezirk Wandsbek stammende Komponist Benjamin Scheuer bekommen.
Benjamin Scheuer studiert im Aufbaustudium Komposition an der HfM Karlsruhe bei Wolfgang Rihm. Sein bereits umfangreiches Schaffen umfasst nahezu alle Gattungen von Vokalmusik über Kammermusik bis hin zu Orchesterwerken.
Schon im Jahr 2003 wurde er in der Hamburger Jugendmusikschule in einem Porträtkonzert vorgestellt. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Suche nach klaren musikalischen Formkonzepten und den humorvollen und theatralischen Elementen des Musizierens wie z.B. bei der szenischen Kantate „Autobus S“, die im April 2011 im Forum der HfMT Hamburg aus der Taufe gehoben wurde.
In den Jahren 2010 und 2011 war er Stipendiat des „Opera Writing Programme“ der Britten and Pears-Foundation (England). Seine Kompositionen wurden auf diversen nationalen und internationalen Festivals aufgeführt. Mit seinem Bläserquintett „Nachklänge“ gewann er den Deutschen Musikwettbewerb Komposition 2011.
Außerdem wurde er mit diversen weiteren Preisen ausgezeichnet, wie dem 1. Preis des internationalen Kompositionswettbewerbs „Alphorn in Concert“ (Schweiz, 2006). Im November 2011 erhielt er den mit 10.000 Euro dotierten Krista und Rüdiger Warnke Förderpreis. Seit 2009 ist er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Benjamin Scheuer ist Gründungsmitglied des „Musiker ohne Grenzen e.V.“.
Im August 2008, 2009 und 2011 fuhr er nach Guayaquil, Ecuador, wo er in einem sozialen Brennpunkt lebte und ehrenamtlich Musikunterricht gab.
Martin Lentz in Hamburg geboren, studierte nach Abitur und Zivildienst in seiner Heimatstadt Schulmusik. Vorher hatte er als Cellist bzw. Kontrabassist und seit seinem 18. Lebensjahr auch als Dirigent in verschiedenen Jugendorchestern Erfahrungen gesammelt.
1999 nahm er an der Internationalen Dirigentenwerkstatt Mürzzuschlag (Österreich) und wurde wenig später zum Dirigenten des „LandesjugendSPASSorchesters“ Thüringen (heute STÜBA-Philharmonie).
Bereits während seiner Studienzeit übernahm er im Lehrauftrag die Leitung des „Jugendkammerorchesters der Musik- und Kunstschule Jena“. Außerdem leitete von seit 1994 bis 2006 das Rahlstedter Kammerorchester.
An der Musikhochschule in Weimar studierte er zusätzlich Dirigieren. 1995 gründete er das noch immer bestehende, studentisch selbst-organisierte Bundesschulmusikerorchesters. Die verschiedenen Orchester reisten unter seiner musikalischen Leitung unter anderem nach England, Norwegen, Mexiko, Schweden, Griechenland, Rumänien, Finnland, Litauen, Frankreich, Italien und Palästina.
1999 gründete Martin Lentz mit befreundeten Musikern „Salonorchester Weimar“, mit dem er auch heute noch als Kontrabassist viel konzertiert. Weitere Projekte, unter anderem Vorbereitungsproben für GMD Ingo Metzmacher beim Hamburger „Tutti“-Orchester brachten ihn im Dezember 2004 in den Kontakt mit der Barenboim-Said Foundation, für die er 2005 sehr intensiv und seither noch als Berater das Musikausbildungsprogramm in den von Israel besetzten Gebieten – besonders Ramallah – betreut.
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